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Das Internationale Jahr der Bäuerin rückt weltweit die Rolle der Frauen in der Landwirtschaft in den Fokus. Auch in Südtirol bietet dieses Themenjahr die Chance, die Leistungen der Bäuerinnen stärker sichtbar zu machen. Der Bäuerliche Notstandsfonds hat die Gelegenheit genutzt und 16 Bäuerinnen gezielt unterstützt.
In den bäuerlichen Familienbetrieben übernehmen sie zentrale Aufgaben: Sie organisieren den Hofalltag, Direktvermarktung und Urlaub am Bauernhof, kümmern sich um Familie und oft auch um soziale Belange. Darüber hinaus sind viele Bäuerinnen treibende Kraft für Tradition, nachhaltige Entwicklung am Hof und in der Landwirtschaft. Trotz dieser vielfältigen Verantwortung bleibt ihr Wirken oft wenig sichtbar, genau hier setzt das Themenjahr an.
Das Internationale Jahr der Bäuerin lenkt den Blick auch auf bestehende Herausforderungen: hohe Arbeitsbelastung, die Vereinbarkeit von Familie und Betrieb sowie Fragen rund um Absicherung und Mitsprache. Gleichzeitig eröffnet es neue Chancen: mehr gesellschaftliche Anerkennung, stärkere Einbindung in Entscheidungsprozesse und neue Perspektiven für die Weiterentwicklung der Höfe.
Zeichen der Wertschätzung
Ein besonderes Zeichen der Anerkennung hat der Bäuerliche Notstandsfonds – Menschen helfen (BNF) gesetzt. Im Rahmen einer Initiative, die in den vergangenen Wochen organisiert worden ist, wurden aus zahlreichen Nennungen vom Vorstand 16 Bäuerinnen ausgewählt und gezielt unterstützt.
Die Vorschläge kamen von ganz unterschiedlichen Menschen – aus dem persönlichen Umfeld, aus Dorfgemeinschaften oder von Wegbegleitern, die auf diese Weise ihre Wertschätzung ausdrücken wollten. „Die ausgewählten Bäuerinnen stehen stellvertretend für viele Frauen im Land, die täglich Großes leisten, oft im Stillen und ohne öffentliche Aufmerksamkeit“, unterstreicht Obmann Sepp Dariz. Durch die Unterstützung erfahren sie konkrete Hilfe und Anerkennung für ihre Arbeit und Lebensleistung.
Gemeinschaft, die trägt
Die Initiative zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Zusammenhalt im ländlichen Raum ist. Gerade in schwierigen Lebenssituationen kann Unterstützung von außen entscheidend sein, finanziell wie auch menschlich.
Das Internationale Jahr der Bäuerin 2026 und Initiativen wie die des Bäuerlichen Notstandsfonds machen deutlich: Bäuerinnen sind unverzichtbar für die Zukunft der Südtiroler Landwirtschaft. Das Themenjahr ist mehr als ein symbolischer Anlass. Es soll langfristig dazu beitragen, die Rolle der Bäuerinnen zu stärken, durch mehr Sichtbarkeit, bessere Rahmenbedingungen und eine breite gesellschaftliche Wertschätzung. Denn eines ist klar: Ohne die Frauen auf den Höfen würde die Südtiroler Landwirtschaft nicht funktionieren.
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Rückmeldungen (Zitate einiger ausgewählter Bäuerinnen)
„Ich war sehr überrascht, als ich Telefon erhielt und mir mitgeteilt wurde, dass ich zu den ausgewählten Bäuerinnen gehöre. Ich habe mich aber sehr darüber gefreut. Mir ist bewusst, dass es viele Bäuerinnen in Südtirol gibt, welche ebenfalls in einer schwierigen Situation sind, deren Umstände aber ganz unterschiedlich sind. Oft wird dies auch von ihrem Umfeld gar nicht so bewusst wahrgenommen. Ich finde die Initiative sehr gut, auch um auf die Situation der Bäuerinnen und ihre Aufgaben aufmerksam zu machen und diese zu würdigen. Wir Bäuerinnen haben zwar oft die Arbeit am Hof, diese mit Familie unter einen Hut zu bringen, ist oft aber trotzdem oder gerade deshalb nicht einfach, da die Arbeit nie aufhört und man nicht einfach den Arbeitsplatz verlassen und abschalten kann.“
„Vielen Dank nochmals für eure schöne Initiative, und dass auch gerade ich ausgesucht worden bin. Ich hoffe, dass ich den schönen Komplimenten gerecht werden kann, manchmal ist es nicht leicht und ich denke nach, wie es weitergeht mit dem Hof und ob ich alles schaffe.“
„Danke für die Wertschätzung die Sie mir entgegenbringen. Ich bin wirklich überwältigt, dass ich ausgewählt wurde. Es ist für mich oft sehr schwierig Hof, Familie, Arbeit und Krankheitsausfälle abzufedern damit alles halbwegs miteinander zu verbinden ist. Eine große Hilfe sind mir meine Kinder, die, wenn alle Stricke reißen, bei allem helfen. Leider ist mein Mann seit geraumer Zeit gesundheitlich ziemlich angeschlagen, dass Vieles an mir hängen bleibt. Auch deswegen freut es mich, dass ich auch gesehen werde und die ganze Last nicht auf meinen Schultern tragen muss.“
„Es bedeutet mir sehr viel, dass meine Situation und meine Arbeit wahrgenommen und wertgeschätzt wird und in diesem Rahmen für eine finanzielle Unterstützung ausgewählt wurde. Sie ist für mich nicht selbstverständlich und ich freue mich sehr darüber. Sie gibt mir zusätzlich Motivation, den Hof und die damit verbundene Arbeit weiterzuführen. Ein aufrichtiger Dank gilt dem Vorstand des BNF sowie allen Beteiligten für dieses wertvolle Zeichen der Anerkennung.“
„Gerade in besonderen und oft herausfordernden Zeiten tut es gut zu spüren, dass man nicht allein ist und dass die Arbeit, die Sorgen und der tägliche Einsatz gesehen werden. Dies bedeutet mir sehr viel. Die Initiative des Bäuerlichen Notstandfonds setzt ein wichtiges Zeichen für uns Bäuerinnen. Diese Aufmerksamkeit schenkt nicht nur Hilfe, sondern auch Mut und neue Zuversicht. Ein ehrliches Vergelt`s Gott an alle, es hat mich sehr berührt!“
„Meine ersten Gedanken waren: Vielleicht würden andere den Beitrag dringender als ich benötigen? Hoffentlich nehme ich niemandem etwas weg? Es ist ein sehr schönes Gefühl, dass meine Bemühungen gesehen werden und Wertschätzung erhalten. Ich bedanke mich herzlich dafür!“
