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Wenn ich an diesen Morgen, an dem mein Mann an einem Herzinfarkt gestorben ist, zurückdenke, befällt mich nach wie vor ein Druck in der Magengegend und Trauer.
Plötzlich ist alles anders, man hat das Gefühl, der Boden wird einem unter den Füßen weggezogen und man bekommt kaum noch Luft zum Atmen. Und sobald man das, was passiert ist, begreift, kommt die Angst, wie es weitergehen soll. Plötzlich steht man da mit fünf Kindern, drei davon minderjährig, der Kleinste gerade vier Jahre alt und ohne finanzielle Mittel.
Als meine Freundinnen und Arbeitskollegen ein Spendenkonto einrichten wollen, bin ich anfangs dagegen. Aber als mir immer wieder gesagt wurde, ich muss an die Kinder denken, willigte ich ein. Für mich persönlich war es schwer, Hilfe anzunehmen. Über eine Freundin hat Siegrid Obwexer vom Bäuerlichen Notstandsfonds Kontakt zu mir aufgenommen. Wir haben uns dann getroffen und hatten ein langes Gespräch. Sie sagte etwas, das ich nie vergessen werde. Ich soll annehmen, was ich an Hilfe bekomme, ohne ein schlechtes Gefühl zu haben und in ewige Dankbarkeit zu verfallen, denn die, die etwas geben, geben es gerne für die, die es wirklich brauchen.
Wir hatten viele große und kleine Engel an unserer Seite: mal eine Geldspende, mal Tomaten, ein Korb voll Lebensmittel usw. ich muss wirklich sagen, wir leben in einer schönen Gemeinschaft und ich bin sehr dankbar für alles und alle, die uns in dieser Zeit zur Seite gestanden sind.
Vom Bäuerlichen Notstandsfonds haben wir eine Geldspende bekommen und wir durften (die drei jüngeren Kinder und ich) mit dem FC Bayern-Bus nach München fahren bei einem Spiel in der Allianz-Arena zusehen, dort übernachten und noch einen großartigen Tag im Spieleland erleben. Seit damals ist unser Jüngster totaler FC Bayern-Fan.
Uns geht es jetzt wieder gut. Ich habe nach 4 Jahren wieder jemanden gefunden und wieder geheiratet. Ich habe großes Glück, jemanden zu finden, der sich mit den Kindern super versteht und vor allem für die Jungs die männliche Bezugsperson ist. Und, dass alle fünf ihn von Anfang an akzeptiert haben.
Ich finde den BNF für die beste Organisation in Notfällen überhaupt, weil die Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder sehr einfühlsam und persönlich sind.
Ich würde jedem, der in einer Notsituation ist, raten, über seinen Schatten zu springen und jede Hilfe anzunehmen, denn so wie die BNF-Mitarbeiterin sagte: „Die, die dir helfen, helfen dir gerne!“
