Das Projekt ermöglicht Gleichaltrigen sich mit ähnlichen Erfahrungen auszutauschen, es stärkt das Sicherheits- und Geborgenheitsgefühl.
Der Tod eines nahestehenden Menschen bringt Familien oft tief aus dem Gleichgewicht. Besonders Kinder und Jugendliche erleben Trauer auf ganz eigene Weise und benötigen Raum, Zeit und einfühlsame Begleitung, um ihre Gefühle auszudrücken und mit dem Verlust umgehen zu lernen.
Der „Bäuerliche Notstandsfonds – Menschen helfen“ hat die Bedeutung professioneller Trauerbegleitung bereits vor Jahren erkannt und unterstützt Hinterbliebene – wenn gewünscht – mit fachkundiger und menschlich naher Betreuung. Mit der dritten Ausgabe des Projekts „Lebendig trauern“ wird dieses Angebot 2026 erneut fortgeführt und weiter ausgebaut.
Warum spezielle Trauerbegleitung wichtig ist
Kinder brauchen kreative, spielerische Ausdrucksmöglichkeiten, die ihnen helfen, ihre Gefühle sichtbar zu machen und sich als handlungsfähig zu erleben.
Jugendliche stehen in einer ohnehin herausfordernden Lebensphase. Für sie sind Gespräche mit Gleichaltrigen und ein geschütztes Umfeld wichtig, in dem Fragen, Gedanken und Emotionen Platz haben.
Ein professionelles Team aus ausgebildeten Trauerbegleiterinnen führt behutsam durch die Treffen und geht auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein.
Heilsame Orte und besondere Begegnungen
Für die vier Begegnungstage wurden bewusst Orte ausgewählt, die Ruhe, Natur und Weite bieten. In dieser Umgebung können Kinder, Jugendliche und ihre Bezugspersonen Kraft schöpfen, Gemeinschaft erleben und inspirierende Stunden miteinander verbringen.
Auch Tiere, insbesondere Pferde, begleiten die Familien. Sie schaffen oft einen intuitiven, unverstellten Zugang zu Emotionen und stärken das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung.
Bei allem Ernst des Themas finden Freude, Humor und stärkende Momente selbstverständlich ihren Platz – ebenso wie eine gute gemeinsame Mahlzeit.
Ein Tag, der wieder Balance schenken kann
Der Verlust eines geliebten Menschen betrifft immer das gesamte Familiensystem. Die Begegnungstage von „Lebendig trauern“ möchten dazu beitragen, Trost zu finden, neue Ressourcen zu entdecken und Schritt für Schritt wieder innere Balance aufzubauen.
„Notstandsfonds“ steht Menschen zur Seite
Der „Bäuerliche Notstandsfonds – Menschen helfen“ (BNF) verfolgt seit seiner Gründung vor 35 Jahren den Zweck und das Ziel, unverschuldet in Not geratene Personen und Familien aller Sprachgruppen, die in Südtirol ansässig sind, zu beraten und/oder finanziell zu unterstützen, um Notsituationen überwinden zu können. Neben Krankheit, Unfall, Invalidität, Brand und anderen Katastrophenfällen, zählt der Tod zu den häufigsten traumatischen Erfahrungen, in denen Menschen eine diskrete, schnelle und unbürokratische Hilfe benötigen. Der Bäuerliche Notstandsfonds – Menschen helfen bietet auch in diesen Fällen Unterstützung an, zum Beispiel mit professioneller Trauerbegleitung wie im Projekt „Lebendig trauern“.
Das Projektteam „Lebendig trauern“:
Nadia Kofler
Gabriela Mair am Tinkhof
Ulrike Rehmann
Termine & Orte 2026:
14.03 und 03.10.2026 Pichlerhof, Elvas
23.05 und 14.11.2026 WerkSTOTTSchual, Aschbach/Algund
Uhrzeiten:
10.00 bis 16.00 Uhr
Anmeldeschluss: jeweils eine Woche vorher
Alter: Kinder & Jugendliche von 5 bis 18 Jahren, mit Bezugspersonen
Kosten:
1 Tag € 65,00
ab dem 2. Familienmitglied € 35,00.
Verpflegung inklusive
Infos & Anmeldung:
Nadia Kofler (Trauerbegleiterin), Tel. 393 2814685, info@nadiakofler.com
Gabriela Mair am Tinkhof (Trauerbegleiterin), Tel. 329 2640804, gabriela@farfallina.info
Veranstalter/Projektträger:
„Bäuerlicher Notstandsfonds – Menschen helfen“ (BNF), www.menschen-helfen.it
Flyer – “Lebendig trauern 2026”
